Vereinsmeisterschaften

Vereinsmeisterschaften 2017

Andy Oschem verteidigt seinen Titel – Andreas Baumgart gewinnt den B-Pokal

Die Hallentür ging auf und alle waren perplex. Volker Grundstedt, langjähriger Spieler der 1. Herren und seit ein paar Jahren im TT-Ruhestand, betrat die Halle. Was will der denn hier ? „Ich hole den Pott“, verkündete er jedem, der es wissen wollte. Niemand wagte seine jetzige Spielstärke einzuschätzen. Sein Selbstbewusstsein hatte jedenfalls nicht gelitten.

Aber so einfach ist das eben nicht, so mal eben im Vorbeigehen den Pokal mitzunehmen. Zumal auch noch andere Spieler nach dem begehrten „Pott“ schielten, allen voran Titelverteidiger Andy Oschem, der noch vor Beginn der Meisterschaften eine Trainingseinheit bei den Ü 50-Fußballern ableistete, um das Turnier auch konditionell durchstehen zu können.

Und dann war es soweit.

„Ehrenpräsi“ Ernst Miglitsch übernahm wie gewohnt die Turnierleitung und freute sich über 16 Spieler und Spielerinnen, die den Kampf um den „Pott“auf vom Materialwart Georg Schubert gesäuberten Tischen ​​ aufnehmen wollten.

 „Mit solch einer Beteiligung habe ich nicht gerechnet. Fast alle, die nicht verletzt sind, sind gekommen“, freute sich Ernst.

Seine Auslosung erfreute jedoch nicht die Herzen der Spieler. Denn die Gruppen waren so ausgeglichen, dass die Spieler schon in der Gruppenphase alles geben mussten, wollten sie ein frühes Ausscheiden verhindern.

In der Gruppe 1 spielten Norbert Brendel, Volker Grundstedt, Karl-Heinz Brandes und Rika Inhülsen. Hier belegte Norbert Brendel, der Volker Grundstedt im entscheidenden Spiel in fünf Sätzen bezwingen konnte, den ersten Platz, vor Volker, Karl-Heinz Brandes und Rika Inhülsen.

In Gruppe 2 musste der Rechenschieber entscheiden. Platz 1 belegte Peter Inhülsen mit 2:1 Siegen und 8:5 Sätzen vor Dirk Hertle mit ebenfalls 2:1 Siegen und 8:7 Sätzen. Unglücklicher Dritter wurde Bernd Waldenberger mit 2:1 Siegen und 7:7 Sätzen. Platz 4 erreichte Petra Pössel, die zwei ihrer drei Spiele in fünf Sätzen abgeben musste.

 Auch in Gruppe 3 ging es spannend zu. Auch hier entschied der Rechenschieber. Andy Oschem entschied zwei Spiele ohne Satzverlust für sich, musste aber gegen Andreas Baumgart eine Fünfsatzniederlage hinnehmen. Dieser leistete sich aber eine Dreisatzniederlage gegen Frank Graetsch. Da diese drei gegen Thomas Jahnel keinen Satz abgaben, lautete am Ende die Reihenfolge. 1 Andy Oschem 2:1 (8:3), 2 Frank Graetsch 2:1 (6:3), 3 Andreas Baumgart 2:1 (6:5), 4 Thomas Jahnel 0:3 (0:9).

Gruppe 4 sah Marco Schubert vorn, der keinen satz abgab, vor Meike Scheithauer, die überraschend Jan Kaune in vier und Wolfgang Ecke in drei Sätzen bezwingen konnte, Jan Kaune und Wolfgang Ecke.

Im Achtelfinale zersägte Norbert Brendel Meike Scheithauer, Peter Inhülsen gab Frank Graetsch das Nachsehen, Volker Grundstedt setzte sich in der Verlängerung des fünften Satzes gegen Marco Schubert durch und Andy Oschem schickte Dirk hertle mit einer Niederlage nach Hause.

Im Halbfinale war dann Schluss für Volker Grundstedt. An Andy Oschem kam er nicht vorbei. „Ich habe eine Blase am Finger. Jeder Schlag verursacht Schmerzen“, suchte das „Kämpferherz“ Grundstedt eine Ausrede für sein Ausscheiden. Auch im anderen Halbfinale setzte sich der Favorit durch. Peter Inhülsen, seit einigen Wochen mit Noppen außen auf der Rückhand spielend, schickte „Altmeister“ Norbert Brendel ins Aus.

So standen sich die Spieler der 1. Herren Andy Oschem und Peter Inhülsen im Finale.

Die beiden spielten immer wieder schöne Bälle, die die Zuschauer zu lauten Beifallskundgebungen hinrissen. Am Ende hatte Titelverteidiger Andy Oschem nach vier Sätzen die Nase vorn.

Der Kampf um den B-Pokal war eine Angelegenheit der 2. Herren. Nachdem Wolfgang Ecke Karl-Heinz Brandes aus dem Rennen geworfen hatte, fand er im Halbfinale in Bernd Waldenberger seinen Meister. Der hatte im Achtelfinale Rika Inhülsen bezwungen.

Im unteren Feld lieferte sich Andreas Baumgart mit Petra Pössel einen heißen Kampf, den er siegreich bestreiten konnte, und warf anschließend Jan Kaune aus dem Rennen, der sich im Achtelfinale gegen Thomas Jahnel durchgesetzt hatte.

Im kleinen Finale gab schließlich Andreas Baumgart Bernd Waldenberger in vier Sätzen das Nachsehen. „Dass ich das Spiel mit einem Netzroller beende, das wollte ich nicht“, zeigte sich der Nachfolger von Hanh Pham als fairer Sportsmann. Bernd nahm es gelassen: „Der Netzball zum Schluss war nicht entscheidend, ich habe schon vorher zu viele Fehler gemacht.“