1. Herren der Saison 93/94 treffen sich nach 25 Jahren

Adler der Saison 1993/94 treffen sich nach 25 Jahren  

25 Jahre liegen zwischen den beiden Bildern unten. Das sieht man deutlich. Und obwohl die einen immer noch bei den Adlern spielen, einige inzwischen bei anderen Vereinen dem Zelluloidball nachjagen oder den Schläger an den Nagel gehängt haben, Spaß hatten alle bei diesem Wiedersehen. Natürlich herrschte auch Kaiserwetter. „Das war eine rundherum gelungene Veranstaltung. Zuerst waren wir in Hannover in der Markthalle und haben von alten Zeiten geschwärmt, dann haben wir 96 zum Sieg gegen Hertha geschrien und anschließend noch ein paar Elektrolytgetränke zu uns genommen“, freute sich Rene Miglitsch.

Zu der damaligen Mannschaft gehörten: Rene Miglitsch, Peter Klingebiel, Otto Schwedhelm, Andy Oschem, Frank Graetsch, Wolfgang „Paule“ Bahl.   

 

Petra Pössel/Meike Scheithauer neue Doppelvereinsmeister

Vereinsmeisterschaften Doppel: Petra Pössel/Meike Scheithauer entthronen Karl-Heinz Brandes/Raimund Schwenke

Zehn Adler hatten bei schweißtreibenden Temperaturen den Weg in die Halle am Riedweg gefunden. So konnten fünf Doppel gebildet werden, die im Modus „Jeder gegen jeden“ um den Titel spielten.

Die Spielleitung übernahm Peter Inhülsen. Aber auch das nützte ihm herzlich wenig. Mit seinem Partner Kalle Brandes belegte er abgeschlagen ohne Sieg den letzten Platz.

Vor den beiden landeten Frank Graetsch/Jan Kaune, die sich auch mehr ausgerechnet hatten.

Platz 3 ging an Thomas Jahnel/Rika Inhülsen, die gegen die vor ihnen liegenden Paarungen keinen Satz gewinnen konnten, gegen die anderen aber jeweils in vier Sätzen siegreich blieben.

Dirk Gudwitz/Dirk Hertle belegten mit 3:1 Siegen nur Platz 2, obwohl sie mit 11:3 gegenüber 12:5 von Petra und Meike das bessere Satzverhältnis aufwiesen. Aber der direkte Vergleich ging knapp in fünf Sätzen an die beiden Spielerinnen der Damen. „Als wir die beiden Dirks geschlagen hatten, wussten wir, dass heute etwas möglich sein würde. In der letzten Runde hätten wir aber beinahe noch alles verspielt, mussten wir doch gegen Peter und Kalle in den fünften Satz. Gott sei Dank konnten wir den gewinnen“, freute sich Meike Scheithauer. Denn dieser knappe Sieg brachte schließlich den Titel ein.

Spielwart Dirk Hertle ließ es sich anschließend nicht nehmen, den beiden glücklichen Damen den Pokal zu überreichen.

Eitel Freude herrschte aber auch, als ein Adler-Urgestein die Halle betrat. Raimund Schwenke schnupperte nach langerVerletzungspause wieder Hallenluft. „Wartet ab, den Titel hole ich mir nächstes Jahr zurück“, blies Raimund schon einmal zum Angriff.

Rene Miglitsch Sieger im Handikap-Pokal

 

Rene Miglitsch Handikapsieger

Ehrenpräsi Ernst Miglitsch begrüßte 15 Spieler, die den Kampf um den begehrten Vorgabepokal aufnehmen wollten. Das bewährte Vorgabesystem sorgte wieder einmal für spannende Spiele und einige Überraschungen.

In Gruppe 1 gingen Karl-Heinz Brandes, Wolfgang Ecke, Rika Inhülsen, Thomas Jahnel und Rene Miglitsch an den Start,

in Gruppe 2 spielten Dirk Hertle, Andre Lukatis, Marco Schubert, Torsten Werner und Petra Wundenberg,

in Gruppe 3 kämpften Frank Graetsch, Peter Inhülsen, Hanh Pham, Petra Pössel und Meike Scheithauer.

Gruppe 1 sah Thomas Jahnel vorn (4:0, 12:3), der Rene Miglitsch in fünf Sätzen bezwingen konnte. Platz 3 ging an Wolfgang Ecke vor Kalle Brandes und Rika Inhülsen.

In Gruppe 2 ging es dramatisch zu. Marco Schubert wies wie Andre Lukatis 3:1 Siege und 10:5 Sätze auf, Dirk Hertle brachte es auf 3:1 Siege und 9:4 Sätze. Aufgrund der mehr erzielten Sätze und des gewonnenen direkten Vergleichs wurde Marco auf Platz 1 gesetzt vor Andre und Dirk. Die Plätze 4 und 5 belegten Torsten und Petra.

In Gruppe 3 setzte sich Petra Pössel ohne Niederlage durch vor Frank Graetsch und Peter Inhülsen. Meike Scheithauer landete nur aufgrund des schlechteren Satzverhältnisses (1:3, 5:9) gegenüber Peter (1:3, 9:10) auf Platz 4. Hanh Pham belegte in der Schlussrechnung Platz 5 mit 1:3 Spielen und 4:11 Sätzen.

Im Viertelfinale schoss Rene Miglitsch Marco Schubert vom Tisch, Frank Graetsch behielt über Thomas Jahnel die Oberhand, Petra Pössel hatte gegen Dirk Hertle das bessere Ende für sich und Andre Lukatis ließ gegen Wolfgang Ecke nichts anbrennen.

Im ersten Halbfinale musste Rene gegen Frank Schwerstarbeit leisten. In einem dramatischen Spiel lag Rene im fünften Satz 3:8 hinten und gewann sensationell 11:8. Unglaublich!

Nicht ganz so spannend ging es im zweiten Halbfinale zwischen Petra und Andre zu. Hier setzte sich der Neu-Adler sicher in drei Sätzen durch.  

Das Finale zwischen Rene und Andre hielt dann auch das, was es versprach. Immer wieder forderten die Ballwechsel den Beifall der zuschauenden Adler heraus. Spannung gab es darüber hinaus auch noch. Und das nicht zu knapp.

Der erste Satz endete nach einem Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem hauchdünnen 16:14 für Rene. Nervös agierten beide Akteure in der Verlängerung, Rene schoss zu früh, Andre fabrizierte zwei Fehlaufschläge, nervös agierten auch die beiden Väter, Uwe tigerte an der Hallenwand hin und her, Ernst knetete ununterbrochen seine Hände. Beide hätten wohl lieber selbst gespielt. Grausam, wenn man selbst nichts machen kann.

Der zweite Satz war eine deutliche Angelegenheit für Rene. Damit stand es 2:0 für den Alt-Adler und alle richteten sich auf ein schnelles Ende ein. „Die knappe Niederlage im ersten Satz hat Andre das Genick gebrochen“, orakelte Schiedsrichter Marco Schubert. Aber Andre strafte alle, die ähnlich dachten, Lügen. Er kam zurück, führte im dritten Satz mit 10:8, zwang Rene immer wieder in die Defensive. 10:9, es wurde still in der Halle. Würde Rene wieder den Ausgleich erzielen können? Die Spannung war zum Greifen nah. Andre schlug auf, platzierte super eine Vorhand, brachte Rene unter Druck, der den Ball nur mit Mühe zurückbringen konnte. Andres Killerinstinkt war erwacht, wieder eine harte Vorhand, dieses Mal in die Rückhandseite, wieder musste Rene vom Tisch, musste mit seiner Rückhand den Ball fast vom Boden kratzen, und das als Angriffsspieler. Der Ball flog, berührte die Netzkante, stieg senkrecht hoch, verharrte gefühlt eine Ewigkeit im höchsten Punkt und fiel wie in Zeitlupe auf Renes Seite zurück: 11:9 für Andre, Entscheidung vertagt. 

Der vierte Satz war dann eine sichere Angelegenheit für Andre, wie es der zweite für Rene gewesen war. Also musste der fünfte Satz entscheiden.

Hier führte Rene schnell mit 4:1, aber Andre schaffte den Ausgleich. Bei 5:4 für Rene wurden die Seiten gewechselt. Und dann drehte Rene auf, drängte seinerseits Andre in die Verteidigung, schoss ihm einen Ball nach dem anderen um die Ohren und siegte schließlich deutlich.

Freudig überreichte ihm am Ende Vater Ernst den Pokal. „Wie oft habe ich es schon erleben müssen in den letzten Jahren, dass Rene Zweiter geworden ist, heute kann ich ihm den Pokal überreichen“, freute sich das Adler-Urgestein.

 

Vereinsmeisterschaften im Einzel – Andre Lukatis kam, sah und siegte

Vereinsmeisterschaften im Einzel

Spartenleiter Marco Schubert freute sich, 17 Adler, die den Kampf um den Vereinsmeistertitel aufnehmen wollten, in der Halle am Riedweg begrüßen zu können. 

Hoher Favorit auf den Titel war Rene Miglitsch, der den besten TTR-Wert aller Adler aufwies. 

Rene Miglitsch als Topfavorit? „Was ist mit Andy Oschem?“, wird sich jetzt der interessierte Leser fragen.

Tja, Andy. Bitter, bitter.  Er brachte den Pokal - man kann schon sagen: seinen Pokal - in die Halle, stellte ihn auf den Regietisch, verdrückte ein paar Tränen und verließ sie schnellstens wieder  – durch den Hinterausgang, um keine Erklärungen abgeben zu müssen. Immer noch Rücken.

Aber Rene bekam ernsthafte Konkurrenz, denn Andre Lukatis von Arminia Vöhrum, auch ein 1600er, hatte Daniel Schotts Einladung angenommen, einmal beim Training vorbeizuschauen. Natürlich sollte er nicht unverrichteter Dinge die Halle wieder verlassen.

Doch jetzt zum Turnier:

In der Gruppe 1 kämpften Frank Graetsch, Dirk Hertle, Meike Scheithauer, Daniel Schott, Eduard Weinberger und Torsten Werner um die Plätze,

in der Gruppe 2 spielten Rika Inhülsen, Thomas Jahnel, Rene Miglitsch, Hanh Pham und Marco Schubert um den Einzug ins Viertelfinale und

Gruppe 3 sah Andreas Baumgart,  Wolfgang Ecke, Peter Inhülsen, Andre Lukatis und Petra Pössel am Start.

In der Gruppe 1 ging es spannend zu. Die Sätze mussten sowohl über Platz 1 und 2 als auch über Platz 3 und 4 entscheiden. Daniel Schott leistete sich in Runde 2 eine Fünfsatzniederlage gegen Eduard, hatte aber das Glück, dass Eduard gegen Dirk Hertle in vier Sätzen verlor. So wies Daniels Konto am 4:1 Siege und 14:5 Sätze auf, was Platz 1 bedeutete, Eduard hatte 4:1 Siege und 13:6 Sätze aufzuweisen. Hauchdünn mit einem gewonnenen Satz mehr landete Frank Graetsch (3:2 Siege, 11:7 Sätze) vor Dirk Hertle (3:2 Siege, 10:7 Sätze) auf Platz 3.

Torsten Werner kam auf Platz 5 vor Meike Scheithauer.

Gruppe 2 spielte so, wie man es sich vorstellt. Rene Miglitsch verlor nicht ein einziges Spiel, beherrschte seine Gruppe, Marco Schubert gab nur ein Spiel ab usw. Am Ende hieß die Reihenfolge: Rene, Marco, Hanh, Thomas, Rika.

Auch in Gruppe 3 musste wie in Gruppe 1 der Rechenschieber entscheiden. Drei Spieler wiesen am Ende 3:1 Siege auf, zwei Spieler 1:3 Siege. Peter Inhülsen (3:1, 11:3) eroberte trotz einer Fünfsatzniederlage gegen Andre Lukatis (3:1, 11:5) Platz 1, weil dieser gegen Andreas Baumgart gepatzt hatte. Andreas wiederum musste Platz 3 hinnehmen, weil er gegen Peter keinen Satz hatte gewinnen können (3:1, 9:6). Platz 4 belegte Petra Pössel vor Wolfgang Ecke.

Dirk Hertle musste als schlechtester Gruppendritter  in die B-Runde. „Einer von uns Gruppendritten musste nun einmal ausscheiden. Dieses Mal hat es mich getroffen. So ist es nun mal“, nahm es Dirk gelassen hin. 

Aber es hätte für ihn gar nicht besser kommen können. Denn am Ende war er einer von zwei Spielern, die einen Pokal mit nach Hause nehmen konnten. Es war zwar nur ein kleiner Pokal, der B-Pokal eben, aber es war ein Pokal.

An Nummer 2 gesetzt, schaltete er zunächst Thomas aus, gab im Halbfinale Meike das Nachsehen und traf im Finale auf Hanh, der sich über Wolfgang und Torsten dorthin gespielt hatte.

Das Finale war dann eine einseitige Angelegenheit für Dirk. „Dirk hat verdient gewonnen. Er hat mir alles weggeblockt und ich habe zu wenig getroffen“,  analysierte Hanh seine Finalniederlage.

In der Hauptrunde spielte sich Peter Inhülsen, nur an Platz 3 gesetzt, über Marco (3:1) und den Topgesetzten Daniel (3:0) ins Finale und wartete dort auf Rene und er wartete vergeblich. Denn Rene schied im Halbfinale gegen Andre durch eine Fünfsatzniederlage aus. „Ich hatte am Ende keine Kraft mehr. Und gegen Andre kannst du dir keine Nachlässigkeit leisten“, meinte Rene zu seiner für viele unerwarteten Niederlage. 

Zurück zu Peter: Warten musste er. Denn in der Trostrunde sorgten Meike Scheithauer und Petra Pössel für eine Verzögerung im Turnierablauf. Ihr Fünfsatzspiel im Viertelfinale dauerte gefühlt mindestens 45 Minuten.

Als Peter und Andre endlich zum Finale an den Tisch treten konnten, zeigte die Uhr schon 22.30 Uhr an. Das war gut für Andre. Ganz anders sah es für Peter aus. „Das lange Warten war nicht gut für mich. Ich bin einfach nicht mehr reingekommen. Man merkt dann doch den Altersunterschied“, meinte Peter in seinem dritten durchgeschwitzten Shirt nach dem Spiel.

In der Tat hatte Andre im Finale wenig Probleme mit Peters Spiel und siegte sicher in drei Sätzen. „Veni, vidi, vici“ (ich kam, sah und siegte). Kein anderer Spruch als dieser berühmte Spruch Caesars beschreibt besser Andres Auftreten an diesem Abend.