Vereinsmeisterschaften 2019

Uwe Lukatis neuer Vereinsmeister

Spielleiter Dirk Hertle freute sich über die große Teilnahme. 16 Spieler und Spielerinnen wollten Andre Lukatis vom Thron stoßen. „Wir wollten auch noch den Doppelmeister ausspielen. Aber dafür hat dann nicht die Zeit gereicht“, so Dirk.

Vier Gruppen wurden gebildet. Die ersten beiden zogen in die Hauptrunde ein, die beiden letzten kämpften um den B-Pokal.

In Gruppe 1 setzte sich Frank Graetsch durch. Er gab nur einen Satz gegen Hanh Pham ab, der den zweiten Platz belegte. Karl-Heinz Brandes belegte Platz 3 vor Torsten Werner. „Ich hatte heute einfach kein Spielglück“, so Torsten, „gegen Grete habe ich alle drei Sätze mit zwei Punkten Unterschied verloren und gegen Kalle habe ich zwei von drei Sätzen in der Verlängerung abgegeben.“

Die Gruppe 2 lief unter dem Namen „Todesgruppe“, spielten hier doch mit Titelverteidiger Andre Lukatis und Daniel Schott zwei Spieler aus der Ersten und mit Peter Inhülsen und Dirk Hertle zwei Spieler aus der Zweiten. Hier belegte Peter den ersten Platz, der in der zweiten Runde Andre in fünf Sätzen bezwingen konnte. Andre wiederum gab gegen die andern keinen Satz mehr ab. Ebenso knapp ging es um Platz drei zu. Daniel und Dirk hatten beide zwei Einzel ohne Satzgewinn absolviert. Im Spiel gegeneinander hatte Daniel nach fünf Sätzen das bessere Ende für sich und belegte damit in der Endabrechnung Platz 3.

Gruppe 3 sah Uwe Lukatis als souveränen Sieger. Er gab keinen Satz ab. Dahinter wurde jedoch verbissen um den Einzug in die Hauptrunde gekämpft. Schließlich sicherte sich Wolfgang Ecke in einem packenden Fünfsatzspiel gegen Jan Kaune Platz 2. Platz 4 belegte Tetyana Wedemeyer, die vergeblich versucht hatte, den Herren ein Bein zu stellen.

Gruppe 4 war mit Thomas Jahnel, Andy Oschem, Janin Barckmann und Rika Inhülsen eine gemischte Gruppe. Klarer Favorit war natürlich Andy Oschem. Der ließ auch nichts anbrennen und zog ohne Satzverlust in die Hauptrunde ein. Platz 2 belegte überraschend Janin, die Rika in vier und Thomas in fünf Sätzen bezwingen konnte. „Ich bi so kaputt. Mein Herz schlägt bis zum Hals. Ich muss mich erst einmal beruhigen“, pustete die Mannschaftsführerin der Damen.

Platz 3 ging an Thomas, der Rika ebenfalls in vier Sätzen das Nachsehen gab.

Im Viertelfinale gab es die erste Überraschung. Uwe schlug Andre in fünf Sätzen und beendete damit dessen Traum von der Titelverteidigung. Die anderen Spiele nahmen den erwarteten Ausgang. Andy setzte sich deutlich gegen Wolfgang durch, Frank ließ gegen Janin nichts anbrennen und Peter ließ Hanh keine Chance.

Im ersten Halbfinale setzte sich zunächst Andy wie erwartet gegen Frank durch. Das war auch nicht weiter verwunderlich. Größere Spannung versprach das zweite Halbfinale zwischen Uwe und Peter. Und es wurde spannend und laut. Beide spielten nicht nur Tischtennis, sondern auch auf der Klaviatur der psychologischen Kriegsführung. Am Ende hatte Uwe nach drei knappen Sätzen die Nase vorn. „Ich habe zuviel Kraft in der Gruppe verloren. Ich konnte mich nicht einmal ausruhen“, erklärte Peter seine knappe Niederlage.

„Schon wieder Andy. Wie oft hat er schon gewonnen? Zwangig Mal?“ Die Adler räumten Uwe keine große Chancen ein. Der war jedoch auf die Minute topfit, ging die Partie hochmotiviert und hochkonzentriert an und schaffte die Sensation. Nachdem er im fünften Satz den Punkt zum 11:8 gemacht hatte, riss er die Arme hoch und schrie seine Freude hinaus. Als er wieder zu Atem gekommen war, analysierte der neue Vereinsmeister:„Wir wollten den Pokal in der Familie behalten. Nachdem Andre raus war, lag die ganze Last auf meinen Schultern. Ich bin überglücklich, dass unser Plan aufgegangen ist.“

Auch im B-Pokal gab es spannende Spiele zu sehen. Daniel, an 1 gesetzt, und Kalle, an 2 gesetzt, wurden ihrer Favoritenrolle zunächst gerecht. Daniel bezwang Torsten und Kalle Tetyana. Der an 3 gesetzte Jan gab Rika das Nachsehen, während der an Position 4 gesetzte Thomas Dirk kein Bein stellen konnte.

Im Halbfinale ließ sich Daniel auch von Jan nicht stoppen, während Kalle gegen Dirks „krumme Bälle“ nichts ausrichten konnte.

So kam es zur Wiederholungsspiel aus der Gruppenphase. Würde Dirk dieses Mal den Spieß umdrehen können und die Fünfsatzniederlage aus dem Gruppenspiel vergessen machen?   

Es gelang ihm nicht, denn Daniel zeigte sich auf der Höhe, kam mit seinen Noppen immer besser zurecht und siegte dieses Mal sogar in vier Sätzen. „Es tut mir leid für Dirk. Aber ich wollte heute unbedingt einen Pott“, so Daniel nach dem Spiel.