Kreisliga Damen: Damen verlieren knapp bei der Turnerschaft – Karin Karsten unbesiegt
Turnerschaft Hannover 1852 - TTC Arpke/Adler Hämelerwald (SG) 6:4 (23:17). Mit ein bisschen Glück hätten die Damen einen Punkt aus der Landeshauptstadt entführt. Aber es sollte nicht sein.
Janin Barckmann/Christine Bosse unterlagen im Auftaktdoppel Schlimm/Pacheco knapp in vier Sätzen (-11,-9,5,-6). Im zweiten Doppel ging es noch enger zu. Karin Karsten/Maria Rodriguez verloren gegen Alvandi/Rueß in der Verlängerung des fünften Satzes (-10,7,9,-6,-12). „Wenn wir das Spiel gewinnen, holen wir hier einen Punkt“, meinte Maria Rodriguez nach dem Spiel.
Die Gäste bewiesen anschließend Moral, gaben sich noch lange nicht geschlagen. Karin Karsten bezwang Melanie Schlimm in vier Sätzen (-3,9,8,7) und sorgte damit für den Anschluss. Janin Barckmann hätte fast den Ausgleich geschafft, musste aber nach fünf Sätzen Paulina Pacheco zum Sieg gratulieren (-9,6,-3,6,-7).
Doch dann drohte das Spiel zu kippen. Christine Bosse bezog gegen Fahimeh Alvandi eine Dreisatzniederlage (-6,-3,-8) und Maria Rodriguez konnte gegen Ulrike Rueß auch keinen Satz gewinnen (-9,-7,-8). So stand es 5:1 zur Halbzeit für die Gastgeberinnen.
Es schien jetzt nur noch um die Höhe der Niederlage zu gehen. Wer so dachte, der hatte sich getäuscht, der kennt nicht die SG-Damen. Sie lassen sich nicht so einfach unterkriegen, so einfach nicht.
Janin Barckmann gab Melanie Schlimm in vier Sätzen das Nachsehen (-4,7,9,4) und auch Karin Karsten ließ gegen Paulina Pacheco nichts anbrennen (5,-9,9,4), so dass es nur noch 3:5 aus Sicht der Gäste stand.
Als dann Maria Rodriguez gegen Fahimeh Alvandi in drei Sätzen verlor (-5,-8,-5), war die Auswärtsniederlage besiegelt. Aber Christine Bosse warf deswegen die Flinte nicht ins Korn, sondern gab Ulrike Rueß in fünf Sätzen das Nachsehen (-10,6,-10,4,3). „Wir haben uns gegen den Tabellendritten gut aus der Affäre gezogen, auch wenn es nicht zu einem Punkt gereicht hat. Nach dem Anfang hat niemand von uns mit einem solch knappen Ergebnis gerechnet. Wir haben super Moral gezeigt“, war Mannschaftsführerin Karin Karsten trotz der Niederlage nicht unzufrieden.
2. Bezirksklasse Herren: 1. Herren teilen sich mit Burgdorf die Punkte – Andy Oschem und Daniel Schott mit weißer Weste
TSV Burgdorf – Adler Hämelerwald 5:5 (20:22). Hat die Oschem-Truppe einen Punkt gewonnen oder einen verloren? Die Analysten sind sich hier nicht ganz einig. Nur soviel: Das Spiel war nichts für schwache Nerven.
Andy Oschem/Rene Miglitsch verloren das Auftaktdoppel gegen Leopold/Wolters in der Verlängerung des fünften Satzes (7,-7,9,-8,-16), für Daniel Schott/Florian Walny war gegen Behrens/Jansen schon nach drei Sätzen Schluss (-8,-5,-3). „Wenn du 0:2 aus den Doppeln gehst, dann stehst du mit dem Rücken zur Wand“, beschrieb Käpt´n Andy Oschem die Situation nach dem Verlust beider Doppel.
Der Druck war also schon zu Beginn groß. Er wurde noch größer, als Rene Miglitsch gegen Spitzenspieler Jörg Behrens eine Viersatzniederlage hinnehmen musste (-4,9,-11,-5) und es damit 0:3 stand.
Es war dann Andy Oschem (wer sonst?), der seiner Truppe den Glauben an sich selbst zurückgab. In einem packenden Spiel bezwang er Uwe Jansen knapp in vier Sätzen (-10,9,10,4).
Die Adler witterten Morgenluft. Es schien doch etwas zu gehen.Unten gewannen die Adler beide Spiele in fünf Sätzen. Florian Walny gab Tobias Leopold das Nachsehen (-5,8,-5,5,3) und Daniel Schott hatte im fünften Satz zwei Punkte mehr als Michael Wolters (-8,5,8,-7,9). Auf einmal stand es 3:3.
Und es kam noch besser. Andy Oschem bezwang im Spitzeneinzel Jörg Behrens in drei Sätzen (8,8,6) und sorgte erstmals für eine Adler-Führung: 4:3.
Rene Miglitsch sollte nun die Führung ausbauen. Dann hätten die Adler fünf Spiele in Folge gewonnen. Er musste aber in einem packenden Spiel leider eine Fünfsatzniederlage gegen Uwe Jansen hinnehmen (7,-7,8,-9,-8). So stand es vor den beiden abschließenden Einzeln 4:4. Alles war möglich.
Daniel Schott sorgte schon einmal für Erleichterung durch einen knappen Dreisatzsieg über Tobias Leopold (9,8,9). Ein Punkt war damit schon einmal eingetütet.
Es hätten sogar zwei werden können, denn Florian Walny führte gegen Michael Wolters nach zwei knapp gewonnenen Sätzen 2:0, hatte nach knapp verlorenem dritten Satz aber nicht mehr die Kraft, dem Burgdorfer einen weiteren Satz abzunehmen (12,9,-9,-6,-8).
Kreisklasse Herren: 3. Herren entführen zwei Punkte aus Ilten – Felix Ribbe siegt zweimal
TTG Ilten/Rethmar (SG) V – Adler Hämelerwald III 4:6 (20:21). Es war das erwartet schwere Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn aus Ilten.
Felix Ribbe/Moritz Luschei mussten dann auch gleich eine Viersatzniederlage gegen Hauer/Schmidt hinnehmen (8,-7,-7,-5). Auch am Nebentisch sah es nicht gut aus. Jan Kaune/Thorsten Werner lagen gegen Sommer/Walter 0:2 nach Sätzen zurück, konnten das Spiel aber noch drehen (-6,-6,9,7,7).
Oben bezog Moritz Luschei gegen Spitzenspieler Jörg Hauer eine unglückliche Niederlage in der Verlängerung des fünften Satzes (-10,-8,2,7,-11). Dafür sorgte Felix Ribbe durch einen Dreisatzsieg über Hans-Jürgen Sommer (9,2,4) für den sofortigen Ausgleich.
Auch unten wurden die Punkte geteilt. Thorsten Werner kroch nach einem 0:2-Satzrückstand gegen Detlef Schmidt noch aus den Sack (-4,-8,8,7,6). „Ich dachte, ich mach das mal wie im Doppel“, lächelte der Adler verschmitzt. Sein Doppelpartner Jan Kaune musste dagegen Thorsten Walter nach drei Sätzen zum Sieg gratulieren (-8,-5,-9), so dass es 3:3 zur Halbzeit stand.
Und dann legten die Adler eine Kohle drauf. Felix Ribbe gab im Spitzeneinzel Jörg Hauer in vier Sätzen das Nachsehen (5,-10,7,10), Moritz Luschei sorgte durch einen Viersatzsieg über Hans-Jürgen Sommer (-7,9,4,8) schon einmal für einen Punkt und Jan Kaune verdoppelte die Punkteausbeute durch einen Fünfsatzerfolg über Detlef Schmidt (6,-10,1,-12,4). Während alle auf Jan einstürmten und ihm gratulierten, war er nur erleichtert: „Nach dem vierten habe ich gedacht, jetzt geht das schon wieder los, der zweite in der Verlängerung weg, der vierte in der Verlängerung weg, das gibt’s doch nicht, was habe ich bloß verbrochen? Aber im fünften lief es dann ja Gott sei Dank wieder.“ Im letzten Spiel des Abends ging es dann nur noch um Ergebniskorrektur. Trotzdem wurde natürlich von beiden Spielern gekämpft bis zum Umfallen. Am Ende hatte Thorsten Werner nach zwei knapp verlorenen Sätzen im dritten keine Kraft mehr und gratulierte Thorsten Walter zum Sieg (-9,-9,-4).
„Felix hat uns mit seinen zwei Siegen den Sieg gerettet“, analysierte Mannschaftsführer Moritz Luschei. Felix wehrte jedoch alle Glückwünsche ab: „Dass ich der Mannschaft helfen konnte, freut mich natürlich. Aber jeder von uns hat einen Punkt beigesteuert, das war heute wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung.“
