Vereinsmeisterschaften im Einzel – Andre Lukatis kam, sah und siegte

Vereinsmeisterschaften im Einzel

Spartenleiter Marco Schubert freute sich, 17​​ Adler, die den Kampf um den Vereinsmeistertitel aufnehmen wollten, in der Halle am Riedweg begrüßen zu können.​​ 

Hoher Favorit auf den Titel​​ war Rene Miglitsch, der den besten TTR-Wert aller Adler aufwies.​​ 

Rene Miglitsch als Topfavorit? „Was ist mit Andy Oschem?“, wird sich jetzt​​ der interessierte Leser fragen.

Tja,​​ Andy. Bitter, bitter.​​ ​​ Er​​ brachte den Pokal​​ -​​ man kann schon sagen: seinen Pokal​​ -​​ in die Halle,​​ stellte ihn auf den Regietisch,​​ verdrückte ein paar Tränen und verließ​​ sie​​ schnellstens​​ wieder​​ ​​ – durch den Hinterausgang, um keine Erklärungen abgeben zu müssen.​​ Immer noch Rücken.

Aber Rene bekam ernsthafte Konkurrenz, denn Andre Lukatis von Arminia Vöhrum, auch ein 1600er, hatte Daniel Schotts Einladung angenommen, einmal beim Training vorbeizuschauen. Natürlich sollte er nicht unverrichteter Dinge die Halle​​ wieder​​ verlassen.

Doch jetzt zum Turnier:

In​​ der​​ Gruppe 1 kämpften Frank Graetsch, Dirk Hertle,​​ Meike Scheithauer, Daniel Schott, Eduard Weinberger und Torsten Werner um die Plätze,

in der Gruppe 2 spielten Rika Inhülsen, Thomas Jahnel, Rene Miglitsch, Hanh Pham und Marco Schubert um den Einzug ins Viertelfinale und

Gruppe 3 sah Andreas Baumgart, ​​ Wolfgang Ecke, Peter Inhülsen, Andre Lukatis und Petra Pössel am Start.

In der Gruppe 1 ging es spannend zu. Die Sätze mussten sowohl über Platz 1 und 2 als auch über Platz 3 und 4 entscheiden. Daniel Schott leistete sich in Runde 2 eine Fünfsatzniederlage gegen Eduard, hatte aber das Glück, dass Eduard gegen Dirk Hertle in vier Sätzen verlor. So wies Daniels Konto am 4:1 Siege und 14:5 Sätze auf, was Platz 1 bedeutete,​​ Eduard hatte 4:1 Siege und 13:6 Sätze aufzuweisen. Hauchdünn mit einem gewonnenen Satz mehr landete Frank Graetsch (3:2 Siege, 11:7 Sätze) vor Dirk Hertle (3:2 Siege, 10:7 Sätze) auf Platz 3.

Torsten Werner​​ kam auf Platz 5 vor Meike Scheithauer.

Gruppe 2 spielte so, wie man es sich vorstellt. Rene Miglitsch verlor​​ nicht ein einziges​​ Spiel,​​ beherrschte seine Gruppe,​​ Marco Schubert​​ gab nur​​ ein Spiel​​ ab​​ usw. Am Ende hieß die Reihenfolge: Rene, Marco, Hanh, Thomas, Rika.

Auch in Gruppe 3 musste wie in Gruppe 1 der Rechenschieber entscheiden. Drei Spieler wiesen am Ende 3:1 Siege auf, zwei Spieler 1:3 Siege.​​ Peter Inhülsen​​ (3:1, 11:3)​​ eroberte trotz einer Fünfsatzniederlage gegen Andre​​ Lukatis (3:1, 11:5) Platz 1,​​ weil dieser gegen Andreas Baumgart gepatzt hatte. Andreas wiederum musste Platz 3 hinnehmen, weil er gegen Peter keinen Satz hatte gewinnen können (3:1, 9:6). Platz 4 belegte Petra Pössel vor Wolfgang Ecke.

Dirk Hertle musste als schlechtester Gruppendritter ​​ in die B-Runde. „Einer von uns​​ Gruppendritten​​ musste nun einmal ausscheiden. Dieses Mal hat es mich getroffen. So ist es nun mal“,​​ nahm es Dirk gelassen hin.​​ 

Aber es hätte für ihn gar nicht besser kommen können. Denn am Ende war er einer von zwei Spielern, die einen Pokal mit nach Hause nehmen konnten. Es war zwar nur ein kleiner Pokal, der B-Pokal eben, aber es war ein Pokal.

An Nummer 2 gesetzt, schaltete er zunächst Thomas aus, gab im Halbfinale Meike das Nachsehen und traf im Finale auf Hanh, der sich über Wolfgang und Torsten dorthin gespielt hatte.

Das Finale war dann eine einseitige Angelegenheit für Dirk. „Dirk hat verdient gewonnen. Er hat mir alles weggeblockt und ich habe zu wenig getroffen“, ​​ analysierte Hanh seine Finalniederlage.

In der Hauptrunde spielte sich Peter Inhülsen, nur an Platz 3 gesetzt,​​ über Marco​​ (3:1)​​ und​​ den Topgesetzten​​ Daniel​​ (3:0)​​ ins Finale und wartete dort auf Rene und er wartete vergeblich. Denn Rene schied im Halbfinale gegen Andre durch eine Fünfsatzniederlage aus.​​ „Ich hatte am Ende keine Kraft mehr. Und gegen Andre kannst du dir keine Nachlässigkeit leisten“, meinte Rene zu seiner für viele unerwarteten Niederlage.​​ 

Zurück zu Peter:​​ Warten musste​​ er. Denn in der Trostrunde sorgten Meike Scheithauer und Petra Pössel für eine Verzögerung im Turnierablauf. Ihr Fünfsatzspiel im Viertelfinale dauerte gefühlt mindestens 45 Minuten.

Als Peter und Andre endlich zum Finale an den Tisch treten konnten, zeigte die Uhr schon 22.30 Uhr an.​​ Das war gut für Andre.​​ Ganz anders sah es für Peter aus.​​ „Das lange Warten war nicht gut für mich. Ich bin​​ einfach nicht mehr reingekommen. Man merkt dann doch den Altersunterschied“, meinte Peter in seinem dritten durchgeschwitzten Shirt nach dem Spiel.

In der Tat hatte Andre im Finale wenig Probleme mit Peters Spiel und siegte sicher in drei Sätzen.​​ „Veni, vidi, vici“​​ (ich kam, sah und siegte).​​ Kein anderer Spruch als dieser berühmte Spruch Caesars beschreibt besser Andres Auftreten​​ an diesem Abend.