Peter Inhülsen Handikap-Sieger

Handikap – Peter Inhülsen hält zum ersten Mal den Pokal in der Hand

Zwei lange Jahre hatten die Adler warten müssen, um Uwe Lukatis den Handikap-Pokal wieder entreißen zu können. Jetzt waren sie heiß. Spartenleiter Marco Schubert freute sich über eine volle Halle. „Mit solch einem Andrang habe ich nicht gerechnet“, staunte der Oldie über das Gewusel in der Halle, „das ist ja fast wie früher.“

21 Adler nahmen den Kampf um den seit 1976 ausgespielten Pokal auf. „Wie immer stellt sich die Frage, wer hinter Andy Oschem der Zweite wird“, begrüßte Schubert die Anwesenden. Die nahmen es gelassen. Sie wussten, erst muss gespielt werden, am Ende wird abgerechnet.

Dieses Jahr gab es nämlich ein paar Neuerungen. Zum ersten Mal basierte das Vorgabesystem auf den aktuellen QTTR-Werten, zum ersten Mal nach langer Zeit nahmen die Spieler der Jugend an den Spielen teil. Ehrfürchtig nahmen einige der Jugendlichen den Pokal in die Hand, suchten nach Namen, die sie kannten. Luca Ecke fand einen und strahlte: „Mein Opa ist auch drauf.“

Unter den Augen der Spielleiterin Janin Barckmann nahm „Glücksfee“ Elias Gorny die Auslosung der Gruppen vor. Nicht alle fanden, dass er ein glückliches Händchen hatte, ein Raunen ging durch die Halle, als die Gruppe 1 vorgelesen wurde, aber er wusch seine Hände in Unschuld. Die Ziehung war ordnungsgemäß durchgeführt worden. Diese Gruppen hatte er gezogen:

Gruppe 1: Andy Oschem, Rika Inhülsen, Peter Inhülsen, Axel Heindorf, Jonathan Heindorf,

  Leonhard Heindorf;

Gruppe 2:Janin Barckmann, Wolfgang Ecke, Wolfgang Gilster, Frank Graetsch, Hanh Pham;

Gruppe 3:Karl-Heinz Brandes, Elias Gorny, Thies Marx, Marco Schubert, Amo Yalti;

Gruppe 4:Luca Ecke, Thomas Jahnel, Uwe Lukatis, David Pham, Thorsten Werner.

 

Der Gruppenerste und -zweite jeder Gruppe kam in die Hauptrunde, die im Einfach-KO-System ausgetragen wurde.

Die Gruppe 1, von einigen spöttisch „Familiengruppe“ genannt, war die wohl schwierigste, trafen hier doch schon in der Gruppe mit Andy Oschem und Peter Inhülsen zwei Favoriten auf den Pokalsieg aufeinander. Außerdem wusste niemand, wie sich die jugendlichen Heindorfs schlagen würden.

Besonders Leonhard Heindorf entwickelte sich zum Hecht im Karpfenteich. Ausgestattet mit einer hohen Vorgabe (7: (-4) gegen Andy bzw. 6: (-3) gegen Peter) bezwang er sowohl Andy Oschem als auch Peter Inhülsen in vier Sätzen. Nur gegen Rika Inhülsen reichte im letzten Spiel der Gruppe eine 3:0-Vorgabe nicht zum Sieg. Er musste eine Fünfsatzniederlage hinnehmen und landete mit 4:1 Siegen und 14:6 Sätzen auf Platz 2.

Nachdem Andy Oschem gegen Leonhard verloren hatte, stand er gegen Peter Inhülsen mit dem Rücken zur Wand. Anders als zwei Wochen zuvor, als er sich den Vereinsmeistertitel im Endspiel gegen Peter geholt hatte, begannen die Sätze nicht bei 0:0, sondern bei 0:3. Diesen Vorteil ließ Peter sich nicht nehmen, bezwang Andy in vier Sätzen und sicherte sich damit mit 4:1 Siegen und 13:4 Sätzen Platz 1.

Für Andy Oschem blieb nur Platz 3. 3:2 Siege und 11:7 Sätze waren am Ende zu wenig.

Knapp ging es auf den Plätzen 4 und 5 zu. Dank des besseren Satzverhätnisses errang Jonathan Heindorf Platz 4 (2:3, 8:10), Rika Inhülsen landete auf Platz 5 (2:3, 7:11).

Platz 6 belegte Axel Heindorf.

Die Gruppe 2 sah nicht unerwartet Frank Graetsch als Sieger. Einfach war es für ihn aber nicht. Gegen Hanh Pham und gegen Wolfgang Gilster musste er über die volle Distanz gehen. Am Ende standen bei ihm 4:0 Siege und 12:5 Sätze.

Platz 2 ging überraschend an Janin Barckmann, die nur gegen Frank Graetsch verlor. Wie Frank musste sie zweimal über die volle Distanz gehen, wie Frank auch gegen Hanh Pham und gegen Wolfgang Gilster. 3:1 Siege und 9:8 Sätze zeugen von ihrer Nervenstärke.

Platz 3 errang Hanh Pham mit 2:2 Siegen und 10:7 Sätzen. „Für Hanh war sicherlich mehr drin, das sieht man an den Sätzen, im Spiel gegen mich fehlte ihm zum Schluss Gott sei Dank der Killerinstinkt“, analysierte Janin.

Platz 4 erreichte Wolfgang Ecke mit 1:3 Siegen und 6:11 Sätzen. Die rote Laterne erhielt Wolfgang Gilster, dem das Pech am Schläger klebte und der drei von vier Spielen in fünf Sätzen verlor.

Gruppe 3 war eine sichere Angelegenheit für Marco Schubert, der nur gegen Thies Marx einen Satz abgab (4:0, 12:1). Platz 2 ging an Amo Yalti (3:1, 9:5) vor Elias Gorny (Platz 3: 2:2, 7:7). Elias war mit sich und der Welt unzufrieden: „In Hänigsen habe ich Amo noch geschlagen. Wenn ich dieses Mal auch gewonnen hätte, wäre ich in der Endrunde gewesen.“

Platz 4 erreichte Thies Marx, der immerhin Adler-Urgestein Karl-Heinz Brandes bezwingen konnte (1:3, 4:10). Den letzten Platz belegte Kalle Brandes, der einen rabenschwarzen Tag erwischt hatte.

In Gruppe 4 gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende entschied der direkte Vergleich. Platz 1 ging an Uwe Lukatis, der nur sein Spiel gegen Thorsten Werner abgeben musste (3:1, 10:6), Platz 2 errang Thomas Jahnel (3:1, 10:6). Auch Platz 3 und 4 wurde mit dem Rechenschieber entschieden. Schließlich hatte Thorsten Werner mit 2:2 Siegen und 9:7 Sätzen das bessere Satzverhältnis gegenüber Luca Ecke mit 10:9 Siegen. Platz 5 ging an David Pham, der Luca Ecke einen Satz abnehmen konnte.

In der Hauptrunde ließ Peter Inhülsen, an Position 1 gesetzt, nichts anbrennen. Im Viertelfinale bezwang er Thomas Jahnel glatt in drei Sätzen, im Halbfinale setzte er sich in vier Sätzen gegen Frank Graetsch durch, der mit einem 3:1-Sieg über Amo Yalti unter die letzten Vier ​​ eingezogen war.

In der unteren Hälfte überraschte Janin Barckmann nicht nur die Zuschauer, sondern auch ihre Gegner. Im Viertelfinale besiegte sie Marco Schubert in vier Sätzen, im Halbfinale warf sie den Titelverteidiger Uwe Lukatis in drei Sätzen aus dem Turnier. „Sie hat einfach alles getroffen, da war nichts zu machen“, gab Uwe nach dem Spiel zu Protokoll. Er hatte unter den letzten Acht den Geheimfavoriten Leonhard Heindorf ausgeschaltet und wähnte sich damit auf einen guten Weg zur Titelverteidigung. „Rika hatte mir einen Tipp gegeben, wie ich Leonhard möglichwerweise knacken kann. Der war goldrichtig“, so Uwe zu seinem Sieg über Leonhard.

Das Endspiel war dann für Peter trotz der -1:4-Vorgabe eine sichere Angelegenheit. Janin kam einfach nicht mit seinen Noppen zurecht.

Nach drei Sätzen (7,6,8) hatte Peter sein Ziel erreicht, zum ersten Mal hatte er den Handikap-Pokal gewonnen.

Ehrenpräsi Ernst Miglitsch ließ es sich nicht nehmen, die Siegerehrung durchzuführen. Er freute sich, dass „sein Pokal“ so große Beliebtheit bei den Adlern genießt. Er gratulierte nicht nur Peter zu seiner Leistung, sondern hatte auch für Janin tröstende Worte übrig: „Wir haben dir auf der Bank alle Daumen gedrückt, aber es hat leider nichts genützt.“

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Spartenleiter Marco Schubert begrüßt die Adler
21 Adler kämpfen um den Pokal
Peter Inhülsen freut sich über den Pokal